Was steckt hinter unserem Namen?

Wir haben einen Namen: fotopia
Doch was ist die Geschichte des Namens?

Alle Namensideen, die bis heute im Rennen waren seht Ihr auf dem Foto. Von manch einem schönen Namen mussten wir uns wegen schnöder Sachzwänge trennen. Vergebene Domain oder besetzte Social-Media Profile machten uns das Leben schwer und die Trennung leicht. Andere Lieblingsnamen verabschiedeten wir erst nach tiefschürfenden teils politischen Metadiskussionen.

Unsere gemeinsamen Top-Favoriten (links im Bild) waren bis vor kurzem:

radip(i)x
pixelbazar
Lumenta/o/um
lumundu
pixelcrowd
fotomondo
pixter
freibild

Dann flogen die Namen, bei denen es was zu meckern gab, raus. Und übrig war:

icomago

Tadaaaa!
…tadaa?

Zwei Wochen Domainbesitz und interner Diskussionen plus 10 Gespräche mit Freund_innen  à la Hä? Wie heißt euer Projekt jetzt nochmal? ima-was? später war klar: Icomago ist für unsere Zwecke ein beschissener Name. Die Theorie war gut: Eine Zusammensetzung aus imago und commons zu icomago.

Lexikonauszug Deutsch-Latein zu Bild
Scheller, I. J. Gerhard: Latein-Deutsch und Deutsch-Latein: Handlexicon, vornehmlich für Schulen. Leipzig 1807.
Screenshot aus der deutschen Wikipedia s.v. Creative Commons

 

 

 

 

 

 

 

 

Praktisch entschieden wir uns dann für fotopia. Die Aufmerksamen unter euch denken jetzt: Nanu? Der Name tauchte bisher nirgends auf. Tat er auch nicht. Wir wissen selber nicht mehr, wie wir drauf kamen (vielleicht zu viel Mate). Wegen der bereits gegrabbten de-Domain verwarfen wir die Idee ein weiteres Mal, um sie dann doch umzusetzen. Die Domainendung .cc spiegelt dafür viel mehr unsere Ausrichtung wider.

Tadaaaa!
Tadaa.

probelogo

 

In fotopia steckt das große Wort Utopia. Diese Wortschöpfung geht auf Thomas Morus zurück, der unter dem Titel u-topos (griechisch für „Nicht-Ort“) eine hochfliegende Gesellschaftsvision in ferner Zukunft ansiedelte. Statt eines Nicht-Ortes wollen wir den Bildern (foto) sozialer Bewegungen einen sehr leicht zu erreichenden Ort im Hier und Jetzt geben. Unsere Vision dabei ist eine Welt, in der Fotos, die in sozialen Bewegungen entstanden sind, wieder denen gehören, die sie hervorbrachten. Eine Welt, in der FotografInnen mehr Kontrolle über die Verwendung ihrer Bilder bekommen und in der sich gesellschaftskritische, alternative Medien unabhängig von den großen (Foto-)Konzernen werden.

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