Tafelbild mit Logo

Erweitertes Konzept: FotoFund – Wenn weniger mehr ist

Viele Köpfe haben viele Ideen. Rausgehen und mit den Menschen über seine Ideen sprechen schadet selten und schon gar nicht, wenn man ohne kommerzielle Interessen Probleme lösen will. Diese Erfahrung haben wir einmal mehr gemacht und präsentieren euch eine unserer bedeutenderen Kursänderungen: FotoFund

Wie alles begann
Nachdem der Kostenvoranschlag für den finanziellen Aufwand zur Fotopia-Umsetzung als veraltet zu betrachten ist, haben wir den Kontakt zu verschiedenen Agenturen gesucht. Eine hat uns im aufmerksamen Gespräch nachdrücklich geraten, ein MVP (Minimum Viable Product) zu entwerfen. Das ist ein Konzept, welches auf sparsamste Weise die Fragen Worum geht’s? Was ist die zentrale Interaktion? Was macht deine Idee einzigartig? praktisch beantwortet.

Rückenwind nutzen
In unserer Diskussion war die Kritik der Fotograf_innen, die uns immer wieder erreicht hat, ein zentrales Thema. Bei uns ist angekommen, dass sich viele in ihrer ohnehin prekären Lage auch noch von unserem Projekt bedroht fühlen. Das können wir nachvollziehen. Was wir als Vorteile verstehen, scheint nicht schwer genug zu wiegen. Siehe Frage und Antwort auf Facebook. Wir wollen uns nicht einfach durch- bzw. über Beteiligte hinweg setzen. Wir suchen Lösungen. Im Diskussionsverlauf fiel uns auf, dass unsere Initiative auf facebook damals schnell größere Kreise zog. Fotograf_innen sind also gut vernetzt.

Problem + Problem = kein Problem?
Wenn wir mit unserer Lösung eines Problems ein weiteres Problem erzeugen, bleibt die Frage, wie sich diese Probleme verbinden lassen.

Tafelbild mit Ergebnissen
FotoFund auf dem Whiteboard: Vor- und Nachteile, Rolle (Modul innerhalb des fotopia-Kleiderschrankes)

Problem, das Fotopia lösen soll: Aktivist_innen von Protestbewegungen können Bilder, die sie nutzen wollen nur schwer finden und verwenden.

Problem der Fotograf_innen: Ihre Arbeit in besagtem Bereich wird nicht oder nur unzureichend entlohnt.

Als Verbindung von beidem kam uns die Idee zu FotoFund: Ein spezielles Crowdfunding, bei dem sich Aktivist_innen oder Gruppen das Honorar für einen Fotojob teilen. Wir haben gleich mal losgebrainstormt und erste Funktionsweisen durchgespielt. Unsere Überlegung dazu sind noch nicht abgeschlossen.

Am Anfang stehen Organisationen und Menschen, die sich Fotos bestimmter Events wünschen und bereit sind für die Sicherheit, dass davon Bilder gemacht werden, zu bezahlen. Sie legen ihre Budgets zusammen, die sich dann im fotofunding addieren. Ist der Betrag groß genug, können sich interessierte Fotograf_innen mit ihren Portfolios und Erfahrungen für das Event und den Fotojob melden.

Das Zuschlagsverfahren bereitet uns noch Kopfzerbrechen. Gerechtigkeit und solidarisches Miteinander sollen gewährleistet sein. Wenn Du dazu eine Idee hast schreib sie auf und teil sie gern mit uns!

Für unsere Vermittlungstätigkeit wünschen wir uns den Upload der Bilder in unser System unter nichtkommerzieller Creative Commons Lizenz. Foto für Foto bauen wir so an unserem Fotopia.

Das Ganze löst die Grundidee von Fotopia nicht ab. Es vervollständigt sie und stellt ihr bildlich gesprochen eine sinnvolle Einleitung voran.

Ist doch geil, oder?

Fotos: Laines CC-BY-NC-SA 3.0 DE

Y